Plinius

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Anmeldungsdatum: 16.07.2008
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Verfasst am: 08.05.2009 16:33 Titel:
Varusschlacht dank Strontiumisotopenanalyse in neuen Licht
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Vor 30 Jahren entdeckten Archäologen im ehemaligen Töpfereibezirk des Römerlagers in einem Töpferofen den Schädel eines Germanen. Es zeigte sich bei der vor kurzen durchgeführten Strontiumisotopenanalyse der Zähne, daß die Getöteten ihre Kindheit und Jugend entweder im Umkreis von Haltern oder im Schwarzwald und Böhmen verbracht hatten und damit zu den örtlichen oder verbündeten Germanenstämmen des Arminius gehört haben müssen.
Somit wird es sich um Römer gehandelt haben, die die niedergemachten Germanen in einem Ofen im Grunde genommen "entsorgten" und die durch diesen Fund weiterhin archäologisch nachgewiesen werden können. Eine solche Deutung aber eröffnet neue, umfangreiche Geschehnisse, die sich zur Zeit der Varusschlacht abgespielt haben müssen.
Historiker waren bisher der Meinung, daß der überlieferte Bericht des Historikers Dio, der besagt, daß nach der Varuskatastrophe "die Barbaren sämtliche Kastelle außer einem erstürmten", ebenfalls für das befestigte Römerlager in Haltern gelten müsse. Wie kommt es dann dazu, daß an diesem Ort militärisch siegreiche Römer gefallene Germanen beisetzten?
Rudolf Aßkampf, Leiter des Römermuseums Haltern hat die These aufgestellt, daß germanische Krieger während des Winters des Jahres von 9 auf 10 n. Chr. einen Angriff auf das stark geschwächte Römerlager gewagt hätten und dabei abgeschlagen wären. Wo befand sich dann Aliso, jene bekannte "eine" Festung, mit der sich die Germanen derartig lange befaßten, daß sie gemäß des Historikers Cassius Dio "weder den Rhein überschritten noch nach Gallien einfielen"?
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